Das Handwerk der Brandmalerei

In seinen Ursprüngen wurden zur Umsetzung des Brandmalens Metallstifte erhitzt. 1880, als die Brandmalerei immer mehr in der Kunst Einzug hielt, wurden spezielle Brennapparate entwickelt, die mit Benzin oder Spiritus betrieben werden konnten. Wann elektrische Brandmalgeräte erfunden wurden und konkret zum Einsatz kamen, ist jedoch unklar.

Inzwischen unterschiedet man zwei Kategorien von Brandmalgeräten:

 

Arbeitswerkzeug

 

 

Brandmalkolben

Ein Brandmalkolben ähnelt einem Lötkolben, mit dem wesentlichen Unterschied, dass der Brennstift über einen kürzeren Schaft verfügt und vorzugsweise in der künstlerischen Verzierung verschiedener Werkstoffe Verwendung findet. Diese Geräte bestehen aus einem Brenngriffel (Handgerät) und einem fest verbauten Kabel, welches direkt an die Steckdose angeschlossen wird. Aufgrund der Einfachheit dieses Geräts ist seine Temperatur nicht regulierbar. Als mögliche Aufsätze, die für unterschiedliche Verzierungseffekte genutzt werden können, werden hierbei sogenannte Brennspitzen verwendet, die mithilfe eines Gewindes am oberen Ende des Brenngriffels zu befestigen sind.

 

Brennstationen

Diese Geräte bestehen im Einzelnen aus einem Brenngriffel (Handgerät), einem fest verbauten Kabel, sowie einem Trafo bzw. Temperaturwächter, der für eine gleichbleibende Temperatur sorgt. Spannungsspitzen werden hierdurch ausgemerzt und das Gerät vor Überhitzung geschützt. Auch diese Geräte verfügen über variable Gestaltungs-Aufsätze, sogenannte Brennschleifen, die mithilfe zweier Rändelmuttern am Brenngriffel befestigt werden können. Teilweise eröffnen einige Brennstationen die zusätzliche Möglichkeit einer stufenlosen Temperatureinstellung, wodurch ein individuelleres Brandmal-Ergebnis erzielt werden kann.